December 11, 2018
Der letzte Torschütze jubelt am längsten

Mit einer Steigerung im Schlussdrittel kehrte der EHC Laufen gegen den EHC Koppigen in einer ausgeglichenen Partie das Ergebnis und jubelte dank eines Treffers von Captain Andreas Keller 54 Sekunden vor Spielende über die drei Punkte und die Playoff-Qualifikation.

Bild: Edgar Hänggi

RegioSportal Nordwestschweiz / Edgar Hänggi

Dieser Artikel stammt von unserem Partner RegioSportal Nordwestschweiz

Radovan Horvath lief nach Absitzen seiner dritten Strafe im Spiel eben zurück aufs Eis, störte einen Spielaufbau der Emmentaler und Roger Kottmann konnte Keller lancieren, der alleine vor Patrick Eggimann zum 4:3 ins Netz traf. Bekanntlich jubelt der letzte Torschütze am längsten. Die Laufentaler wussten, dass sie den Sieg wohl im Sack hatten. Koppigens Trainer Hans Bosshardt griff zum Time Out und Eggimann machte sich bereit seinen Platz im Tor für einen sechsten Feldspieler zu räumen. Laufen setzte die Gäste aber derart effizient unter Druck, dass Eggimann erst ein paar Sekunden vor Spielende an die Bande fahren konnte – zu spät.

Zu viele Laufner Strafen

Laufen wollte nach den zwei doch recht deutlichen Auswärtsniederlagen wieder einen Sieg. Die Spieler von Christof Amsler wussten, dass sie mit einem Erfolg gegen Koppigen die Playoffs so gut wie in der Tasche hätten. Der Auftakt war dann jedoch nicht so wie erhofft. Schon nach 83 Sekunden legte Raphael Buser Laufens Keeper Christoph Imhof den Puck ins Netz. Doch davon erholte sich das Heimteam rasch. Die Partie wogte hin und her, beinahe wie bei einem Tennismatch. Laufen brachte sich durch Strafen immer wieder selbst unter Druck. Auffallend: das Strafenverhältnis in den ersten beiden Dritteln lautete 8:4. Im gesamten Spiel kassierten acht Laufner Stürmer eine Strafe. In der 18. Minute traf es Horvath, doch statt dem 0:2 entwischte Louis Maillard und glich aus. Nicht der erste Shorthander der Laufentaler. Den Gästen gelang aus jener Strafe trotzdem noch ein Tor und dies durch Luca Mocci zum 1:2 Drittelsergebnis. Koppigen hatte dabei noch Pech, scheiterte man doch einmal am Torgestänge.

Überzahlspiel machte den Unterschied

Im zweiten Durchgang dauerte es bis zur 25. Minute, da schloss Horvath ein Überzahlspiel erfolgreich zum erneuten Ausgleich ab. Nach weiteren Strafen war es dann Micha Schär, der im Powerplay sein Team zum dritten Mal in Führung schoss. Im Schlussdrittel schien Koppigen die Führung verwalten zu wollen, liess man Laufen doch mehrheitlich gewähren, wohlwissend, dass man mit den schnellen Offensivspielern Räume zu Kontern nutzen konnte. So tauchte denn auch Alain Schär alleine vor Imhof auf, doch der Routinier im Laufner Kasten blieb siegreich. Auf der anderen Seite zeigte auch Eggimann gegen Marc Grünig sein Können. In Überzahl gelang Grünig in der 50. Minute aus spitzem Winkel nach Zuspiel von Roger Kottmann aber doch noch der erneute Ausgleich. Beide Equipen hatten nun Möglichkeiten zur Spielentscheidung, aber auf beiden Seiten waren die Goalies zur Stelle. Nachdem Roger Stähli und Adrian Laubacher mit Schüssen knapp scheiterten konnte Laufen in der 54. Minute für eine Minute in doppelter Überzahl agieren, machte das jedoch schlecht. Kritisch wurde es dann noch wegen einer erneuten Strafe gegen Horvath. Dann kam es zur eingangs beschriebenen Aktion und auf das 3:4 konnten die Gäste dann nicht mehr reagieren.

Das Team von Trainer Christof Amsler hat jetzt nach 10 Spielen 16 Punkte auf dem Konto. Bereits jetzt drei Zähler mehr als letzte Saison nach 18 Partien. 16 Punkte beträgt auch die Reserve auf Schlusslicht Rot-Blau Bern-Bümpliz. Dennoch nahm Amsler keine Glückwünsche zur Playoff-Qualifikation an. Ein Punkt brauche es noch und so lange nichts Fakt sei, würde auch nicht gefeiert. Am kommenden Samstag (17 Uhr) können die Laufentaler in Bern endgültig alles klarmachen. Selbst bei einer Overtime-Niederlage hätte man es geschafft, denn dann wäre der eine Punkt gesichert. Allerdings dürfte nichts mehr schief gehen, das weiss auch Amsler. Aber er wie die Spieler wollen den Flow nutzen und angreifen. Drei Punkte sollen es in Bern sein, weitere drei Punkte. Denn was jetzt komme, sei Zugabe und wichtig für eine möglichst gute Ausgangslage. Es gibt noch eine andere Motivation für das Team: nach der Rückkehr aus Bern geht das Team mit Anhang in der Region zum gemeinsamen Nachtessen und es versteht sich von selbst, dass man da keine getrübte Stimmung will.

EHC Laufen - EHC Koppigen 4:3 (1:2 | 1:1 | 2:0)

115 ZuschauerInnen

Tore Laufen: Louis Maillard 19' (Shorthander), Radovan Horvath 25' (Powerplay), Marc Grünig 50' (Powerplay), Andreas Keller 60'

Tore Koppigen: Raphael Buser 2', Luca Mocci 20' (doppelte Überzahl), Micha Schär 34' (Powerplay),

Schiedsrichter: Probst, Matejova

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