November 27, 2018
Kompliziertes System könnte zur Trainerfrage führen

Es läuft nicht perfekt beim EHC Basel. Die alten Muster treten wieder auf, die Fans werden langsam wieder sauer. Bald könnte eine Aktion folgen, ob sie positiv oder negativ ist, wird sich bald herausstellen.

Trainer Albert Malgin als frischer Trainer

Casper Thiriet

Spiel 18 in der MySports League steht bevor, der Tabellenrang lässt zu wünschen übrig und die einseitige Spielbilanz (Zuhause gewinnen, Auswärts verlieren) von letztem Jahr scheint sich ebenfalls gelöst zu haben. Seit dem dritten Spiel der Heimspiel-Serie (fünf am Stück), als man gegen Dübendorf innert vier Minuten die 4:1 Führung vergeben hat und in der anschliessenden Verlängerung einen Punkteverlust zu verzeichnen hatte, kam zudem zum ersten Mal die Trainerfrage in den Raum.

Grundsätzlich waren die Fans vom EHC Basel lange zufrieden mit ihrem Trainer. So hat Albert Malgin bei der Übernahme vom Team Anfangs Jahr noch für eine positive Wende gesorgt, als er mit der Mannschaft plötzlich Auswärtspunkte holen konnte. Trotz des Nicht-Erreichens der Playoffs wurde Malgin als Trainer von den Fans akzeptiert.

Steigendes Misstrauen

Wurde die Trainerfrage nur in den Raum gestellt und hauptsächlich ignoriert, wurde sie bei der kläglichen Overtime-Niederlage gegen die HC Düdingen Bulls plötzlich ziemlich schnell lauter. Sein System sei zu kompliziert, heisst es im «EHC-Forum». Es würden die «einfachen Dinge und die Lockerheit» verloren gehen.

Oft spielt der EHC Basel gut und das Potenzial ist sichtbar. Doch wenn man solche Niederlagen wie gegen Dübendorf erfährt, fängt man an, fragen zu stellen. Gegen den EHCD hat man bis vier Minuten vor Schluss noch mit 4:1 geführt und hat in der anschliessenden Overtime verloren. Die Niederlage vergangenen Samstag hat ebenfalls nicht zu Freudenrufen geführt, als man durch Ineffizienz (42 Schüsse und ein Tor) ebenfalls in der Overtime unterging.

Gibt es eine Reaktion?

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie es weitergeht. Fest steht, dass es eine Änderung wird geben. Die bessere Variante für alle Beteiligten wäre eine Leistungssteigerung der Mannschaft. Die Equipe kommt zum Gewinnen, das System geht immer mehr auf. Trainer Malgin und die Spieler sind in einem guten Einklang und können Tabellenplätze gewinnen. Der Anschluss an die Spitze ist zwar schon verloren, für eine solide Mittelfeldmannschaft mit Anschluss an die Spitze gäbe es allerdings noch Platz in der Liga.

Eine schlechtere Variante wäre ein Eingreifen des Clubs. Die letzten beiden Jahre wurde jeweils um die Weihnachtszeit an der Bande Massnahmen ergriffen. Reto Waldmeier, der am 19. Dezember 2016 abgestuft wurde und im darauffolgendem Jahr Reto Gertschen, dem am 9. Dezember das gleiche Schicksal widerfahren ist.

Die einzige Konstante

Man ist nicht weit davon entfernt zu sagen, dass das die einzige Konstante beim EHC Basel ist. Der Zeitraum der Trainerentlassung steht schon wieder bevor. Das und die andauernde Enttäuschung der Mannschaft, nicht die Leistung abrufen zu können die sie auf dem Matchblatt eigentlich hätten.

In diesem «Trainer-Entlassungs-Slot» könnte man theoretisch auch dieses Jahr den Headcoach wieder entlassen. Nur wäre das diesmal die falsche Entscheidung. Wieder den Trainer zu entlassen gäbe nur wieder die Möglichkeit, die Standart-Ausrede ‘das neue System hat sich noch nicht durchgesetzt’ bis Beginn nächster Saison zu bringen. Ist das wirklich gut für den Club? Eher nicht.

Der EHC ist relativ gutem Weg in die Playoff. Es gibt in der MySports League momentan noch schlechtere Teams als den EHC. Wie letztes Jahr ist auch der Absteiger fast schon definiert. Star-Forward aus Morges (VD) wird die Partnerschaft mit Lausanne höchstwahrscheinlich beenden und absteigen. Auch Chur hat weitaus grössere Probleme als Basel und Seewen scheint erst kürzlich nach der Trainerentlassung seinen Weg gefunden zu haben, hat aber noch viel aufzuholen. Auch Thun tut sich schwerer als letzte Saison.

Wie sich der EHC formen wird, zeigt sich in den nächsten Spielen. Noch sieben Spiele sind bis Neujahr zu absolvieren. Bis dann könnte schon das eine oder andere klar sein. Sei es der Platz in der Tabelle, oder den Platz an der Bande.

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